„The Truth lies in Rostock“

Film & Diskussion
19. Juni 19.00 Uhr KulturCafe
Vom 22. bis 26. August 1992 griff ein Mob aus Neonazis und ganz normalen Deutschen über Tage hinweg die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber*innen in Mecklenburg-Vorpommern und das direkt angrenzende Wohnheim ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen an. Während Verantwortliche in Stadt und Land die Ereignisse trotz Ankündigen schlicht aussaßen, überließ die Polizei den Angreifenden weitestgehend ungestört das Feld und damit die Migrant*innen sich selbst. Die Anwohner*innen verfolgten indessen wohlwollend vom Balkon oder der Imbissbude nebenan aus die Ereignisse.

Die Dokumentation „The Truth lies in Rostock“ gibt einen detaillierten Überblick über die Geschehnisse der Pogromtage und ihre Auswirkungen von der „Evakuierung“ der Flüchtlinge und ehemaligen VertragsarbeiterInnen bis hin zur Debatte um die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl. Sie vereinigt dabei Bilder aus dem Inneren des Vertragsarbeiter*innen-Wohnheims unmittelbar während der Angriffe und Gespräche mit den Angegriffenen mit sprachlos machenden Interviews von Verantwortlichen offiziellerseits, Anwohner*innen und Angreifer*innen.

Film: The Truth lies in Rostock (R: Mark Saunders, D 1993, 81 min)

In Kooperation mit dem